Bloom war wichtig - aber reicht nicht aus - zumindest dann nicht, wenn wir ernsthaft über Future Skills sprechen. Denn Zukunftskompetenzen sind mehr als kognitive Lernziele. Sie zeigen sich nicht nur darin, dass jemand versteht, analysiert oder anwendet, sondern darin, dass Menschen in offenen, unsicheren und vernetzten Situationen urteilsfähig, reflektiert, kooperativ und verantwortungsvoll handeln.
Bloom war wichtig - aber reicht nicht aus - zumindest dann nicht, wenn wir ernsthaft über Future Skills sprechen. Denn Zukunftskompetenzen sind mehr als kognitive Lernziele. Sie zeigen sich nicht nur darin, dass jemand versteht, analysiert oder anwendet, sondern darin, dass Menschen in offenen, unsicheren und vernetzten Situationen urteilsfähig, reflektiert, kooperativ und verantwortungsvoll handeln.
Wie können Future Skills systematisch ins Curriculum verankert werden, sodass Hochschulen Studierende systematisch auf eine zunehmend komplexe, digitale und unsichere Zukunft vorbereiten?
Wir sind überzeugt: Die Herausforderungen der Zukunft verlangen mehr als bloße Beschäftigungsfähigkeit. Societal Agency – die Fähigkeit und Bereitschaft, gesellschaftliche Entwicklungen aktiv, verantwortungsvoll und innovativ mitzugestalten – muss zum neuen (?) Leitbegriff für Future Skills werden.In unserem "Standpunkt" schlagen wir vor, die Diskussion um Future Skills weiter zu profilieren. Nicht allein für Arbeitsmärkte, sondern für eine komplexe, offene und dynamische Gesellschaft. Und ja - vielleicht sind wir uns/ viele von uns schon einig - aber ist das auch in allen Future Skills Ansätzen so sichtbar?Future Skills-Modelle wie NextSkills setzen genau hier an – mit einem Fokus auf Selbstwirksamkeit, Transformation als Leitprinzip, Co-Creation, ethische Verantwortung und systemischem Denken.
In einer Welt, die sich rasant verändert, braucht auch unser Verständnis von Hochschulbildung und Qualifizierung einen tiefgreifenden Wandel. Es reicht nicht mehr aus, Studierende lediglich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Die Anforderungen der Zukunft verlangen mehr:
In der Literatur ist diese Frage bereits gut besprochen. John Erpenbeck (2012) bespricht dieses Thema ganz explizit in seinem sehr lesenswerten Beitrag „Sind Kompetenzen Persönlichkeitseigenschaften?“ und betont, dass Kompetenzen keine Persönlichkeitseigenschaften, sondern Fähigkeiten im Sinne von Handlungskompeztenzen sind
Future Skills werden häufig im Hochschulkontext diskutiert. Doch wenn junge Menschen auf eine von Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung, Unsicherheit und gesellschaftlichem Wandel geprägte Zukunft vorbereitet werden sollen, muss diese Diskussion früher beginnen: in der Schule.
Die Forschung zu Future Skills steht exemplarisch für eine neue epistemische Herausforderung der Bildungswissenschaft: Wie lassen sich Kompetenzen untersuchen, die auf zukünftige Anforderungen zielen – bevor diese voll manifest sind?Diese Frage ist nicht nur inhaltlicher, sondern vor allem methodologischer Natur. In der Forschungsgruppe NextEducation wurden in den letzten zwei Jahren drei empirische Studien realisiert, die je eigene methodische Innovationsleistungen verkörpern. Ihre Gemeinsamkeit liegt nicht in der Wahl einer einheitlichen Methodik, sondern in der stringenten Theorieorientierung, forschungsreflexiven Kohärenz und erkenntnistheoretischen Präzision ihrer Designs.
In einer sich rasant wandelnden Welt, in der technologische Entwicklungen, gesellschaftliche Transformationen und globale Krisen unseren Alltag prägen, wächst der Ruf nach neuen Kompetenzen – den sogenannten „Future Skills“. Doch was ist wirklich neu an diesem Begriff? Handelt es sich um ein substanzreiches Konzept für eine neue Bildungsära oder nur um alten Wein in neuen Schläuchen?
Das Whitepaper "Future Skills Literacy" definiert und analysiert die Kompetenzen, die notwendig sind, um Future-Skills-Konzepte im Bildungsbereich zu verstehen, anzuwenden, weiterzuentwickeln und kritisch zu reflektieren. Es stellt Future-Skills-Literacy als zentrale Metakompetenz vor, die Akteure dazu befähigt, innovative Bildungs- und Arbeitskontexte zu gestalten.
Das KI-Campus Projekt hat zum Ziel eine KI-kompetente Gesellschaft zu fördern. Wir als Forschungsgruppe haben uns die Frage gestellt, welche Kompetenzen die Bürger:innen in der Lebens- und Arbeitswelt von morgen benötigen werden. Wir berichten hier, wie unsere Forschung vorangeht! Seien Sie Teil unserer Studie über Future Skills für zunehmend durch KI geprägte Lebens- und Arbeitswelten!Bei Interesse melden Sie sich bei uns: emily.rauch@dhbw-karlsruhe.de
Was ist eigentlich der Bildungsauftrag einer Hochschule im 21. Jahrhundert? Diese Frage schwebte heute Morgen beim University future Festival im Jahr 2025 in Berlin über der Bühne einer Podiumsdiskussion in Berlin an der ich teilnehmen durfte. Und sie geht weit über Technik und Didaktik hinaus. In einer Welt, in der künstliche Intelligenz nicht mehr länger ein Spezialthema ist, sondern das Gewebe unseres Alltags durchdringt, reicht es nicht mehr, bestehende Bildungsformate digital zu „übersetzen“.
Laura Eigbrecht, academic researcher at the NextEducation research group at DHBW Karlsruhe, is working in several initiatives on Future Skills and Future Teaching – one of them the recently launched EU initiative DEAL with Digital WBL. Here, she can connect her research on digitalisation and Future Skills with the subject of work-based learning. In this article, Laura will give an insight into the DEAL with WBL project with a focus on how to involve teachers and trainers at DHBW and other institutions to create nothing less than a Future Teaching Competence Framework!
Future Skills gewinnen an Hochschulen zunehmend an Bedeutung – nicht nur als Schlagwort, sondern als konkrete Antwort auf die Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeits- und Lebenswelt. An der Hochschule Hannover wurde dieses Thema unter anderem durch die Entwicklung einer Selbstlernplattform und die Integration des Future Skills Kompass aufgegriffen.
In einer Welt, in der Wissen nicht mehr nur vermittelt, sondern ko-kreiert wird, genügt es nicht, „kompetent“ zu sein. Man muss handlungsfähig werden. Wer Bildung heute ernst nimmt, muss Future Skills als Gestaltungskompetenz für den Wandel der Wissensordnung begreifen.
In der Diskussion um künstliche Intelligenz in der Bildung kreisen wir um eine Illusion: die Idee, dass Maschinen denken, verstehen, kreativ sein können – und der Mensch bloß Schritt halten muss. Doch in Wahrheit ist es umgekehrt: Nicht die KI fordert uns heraus, sondern unser eigenes Bildungsverständnis. Höchste Zeit, das Narrativ umzudrehen.
Head of Communication & Engagement